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IoT-Anwendungen für die Pharmaindustrie

Estland steht an der Spitze der digitalen Revolution in Europa

Die weltweit führende Rolle des baltischen Staats bei der Digitalisierung gibt Sicherheit bei der digitalen Transformation in deutschen Unternehmen.

In der Digitalisierung von Laborumgebungen durch vernetzte Geräte und Daten liegen vielfältige Chancen für Effizienz- und Produktivitätssteigerungen. Vor dem Hintergrund des internationalen Wettbewerbs sehen sich die chemische sowie die pharmazeutische Industrie großen Herausforderungen gegenüber, die direkt oder indirekt die Rentabilität beeinflussen.

Die Digitalisierung und die Automatisierung sind Schlüsselfaktoren für effektive Wertschöpfungsketten. Automatisierung hilft, Prozesse zu straffen, die Sicherheit der akkuraten Ergebnisse zu steigern und menschliche Fehler zu vermeiden. Auch die Arbeitssicherheit erhöht sich, ebenso die Liefersicherheit.
Estland steht an der Spitze der digitalen Revolution in Europa und exportiert digitale Transformation. Die Digitalisierung, die Mitte der 90er Jahre in dem baltischen Staat mit „Tiigrihüppe“ begann, dem Tigersprung-Programm, hat Estland in Gesellschaft und Wirtschaft erweitert. Estnische Unternehmen bieten Industrie-4.0 – und Automationslösungen an – von Automobilzulieferung, Energie über Maschinenbau, Einzelhandel und Logistik bis hin zu Pharmazie und Chemie.

Für deutsche und europäische Fertigungsindustrien, inklusive der Auftragsproduktion, lohnt der Blick nach Norden. „Die estnische Landschaft der Fertigungsindustrien hat eine hohe Fertigungstiefe und ist auf hochkomplexe Lösungen spezialisiert“, erklärt Triin Ploompuu, Vorstandsmitglied des Verbands der estnischen Maschinenbauindustrie. „Maschinenbau und Metallbearbeitung verbinden Konstruktion & Entwicklung mit mechatronischen Lösungen; sie sind international ausgerichtet und haben eine Export­rate von 80 %. Unsere Unternehmen produzieren zu wettbewerbsfähigen Kosten.“

Eine Zusammenarbeit zwischen deutschen und estnischen Unternehmen findet in zahlreichen Industrien statt. Die große räumliche Nähe bei nahezu gleicher Zeitzone vereinfacht die Zusammenarbeit erheblich. Auch die kurzen Lieferwege und -zeiten tragen zur Effizienz bei, und die EU-weit identischen Gesetze sorgen für Rechtssicherheit. Insgesamt gesehen, ist Deutschland der viertgrößte Handelspartner Estlands. Die weltweit führende Rolle des baltischen Staats bei der Digitalisierung gibt Sicherheit bei der digitalen Transformation in deutschen Unternehmen.

Lösung für weltweiten Einsatz

Hanza Mechanics aus Tartu liefert Steuerungsmodule für die Getreide­Analysatoren von PerkinElmer. Weltweit werden diese Geräte eingesetzt, um Getreide, Mehl oder Teig zu analysieren. Im Zweiminutentakt bestimmen sie Feuchtigkeits-, Protein- und Ölgehalt. Getreide und dessen Derivate sind zentrale Bestandteile von Lebensmitteln oder Tierfutter und oftmals Ausgangsprodukt für noch komplexere Erzeugnisse. Die Geräte sind über Wifi und einige über GPS verbunden, um die Analyse vor Ort durchzuführen und die Ergebnisse auch direkt an die zentralen Laboratorien zu liefern.

„Durch unsere Stärke, unter einem Dach mehrere Komponenten in ein Produkt zu integrieren, eröffnen wir Kunden ein großes Sparpotenzial“, sagt Emöke Sogenbits von Hanza Mechanics. „Viele der Komponenten stellen wir mit unterschiedlichen Technologien selbst her. Besonders bei hochkomplexen Produkten lohnt es sich für unsere Kunden, dass wir sie von Beschaffung, Lieferketten-Management, Entwicklung und Produktion entlasten.“

Outgesourcte Herstellungskompetenz

Ein anderer, beispielhafter Zulieferer für die pharmazeutische und medizintechnische Industrie ist HY-Tech Comp nahe Tallinn, ein Auftrags- und Serienhersteller von mechanischen, elektronischen und elektromechanischen Bauteilen. Elektronische Leiterplatten und mechanische Teile des Unternehmens gehen z. B. in Blutanalysatoren oder Patienten-­Notfallsysteme. Sie werden in Endgeräten für Kliniken und Praxen sowie Heimanwendungen montiert und in akkreditierten medizinischen Laboren oder Point-of-Care-Testing eingesetzt. „Bei Laborprozessen geht es zunehmend um Automatisierung, Fehlerquellenvermeidung, Datenverwaltung und Datenaustausch, etwa mit dem Hospital Information System oder dem Labor-Informationssystem“, sagt Urmo Sisask, CEO von HY-Tech Comp. Das Unternehmen produziert nach ISO 13485, die für die Erfordernisse eines umfassenden Qualitätsmanagementsystems für Design und Herstellung von Medizinprodukten steht.

HY-Tech Comp setzt bei der Auftragsproduktion auf den Einsatz modernster Technologien, wie z. B. Roboter und High-End-Bestückungsautomaten im Produktionsprozess. Dadurch werden Leiterplatten mit höherer Bestückungsdichte möglich bei gleichzeitig höherem Durchsatz. Mit automatischen optischen Inspektionsmethoden (AOI) ist die Qualitätskontrolle während aller Schritte in der Leiterplattenproduktion möglich (PCBA – Printed Circuit Board Assembly), die hundert oder mehr Komponenten umfasst.

Informationen für deutsche Unternehmen

„So wie sich Automobilhersteller zu Anbietern von Mobilitätslösungen wandeln, so entwickeln sich Hersteller von Labor- und Medizintechnik zu smarten Gesundheitsanbietern“, sagt Triin Ploompuu. „Die 50.000 Mitarbeiter in der Elektronikbranche sowie in Maschinenbau- und Metallbearbeitungsindustrie bilden fortschrittliche Lösungen für die digitale Transformation ab.“ Für deutsche Unternehmen bietet die deutschsprachige Website www.tradewithestonia.com/de weitere Informationen sowie Fallstudien. Direkte Ansprechpartner gibt es Nürnberg, im Büro der estnischen Investitions- und Wirtschaftsförderung.

 

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