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Estnisches Unternehmen Matek wird Marktführer in Deutschland, Vertrag über 25 Millionen Euro unterzeichnet

Kaarel Väer, Vertriebsleiter von Matek, sieht großes Potenzial auf dem deutschen Markt, insbesondere aufgrund der steigenden Nachfrage nach industriellen Renovierungen und nachhaltigen Gebäudelösungen. Foto: Matek

Matek, ein Unternehmen, das sich mit der Planung, Herstellung und dem Bau von Holzhäusern und -konstruktionen befasst, hat sich in Deutschland zum Marktführer im Bereich der industriellen Renovierung von Mehrfamilienhäusern entwickelt und in den letzten Jahren beispielsweise 15 Gebäude als Subunternehmer renoviert. Vor kurzem hat das Unternehmen einen Vertrag über 25 Millionen Euro für den Bau eines Gemeindezentrums mit Kindergarten und Pflegeheim in der Verwaltungsgemeinschaft Weiherhammer abgeschlossen, und zwar als Hauptauftragnehmer.

Der Vertriebsleiter des Unternehmens, Kaarel Väer, erläutert, wie dieser Erfolg erzielt wurde und was die Zukunft für das Unternehmen bereithält.

Ein bahnbrechendes Jahr in Deutschland

„2024 war für Matek ein bahnbrechendes Jahr“, so Kaarel Väer. „Neben bisherigen Projekten als Subunternehmer sind wir zum ersten Mal als Hauptauftragnehmer tätig geworden und haben unseren Partnern einen maximalen Mehrwert im Holzbau geboten.“ Das auf Renovierungen spezialisierte Generalunternehmen Seeria Renova GmbH, an dem Matek beteiligt ist, hat seinen ersten Vertrag über die industrielle Renovierung eines fünfstöckigen Mehrfamilienhauses in Ludwigsfeld bei Berlin abgeschlossen.

„Heute ist das Projekt erfolgreich abgeschlossen und die nächsten Häuser befinden sich in der Vorbereitungs- und Planungsphase“, bestätigt Väer.

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Matek sanierte ein Mehrfamilienhaus in Deutschland. Foto: Claudius Pflug 

Väer sieht auf dem deutschen Markt großes Potenzial, insbesondere im Zusammenhang mit der steigenden Nachfrage nach industrieller Renovierung und nachhaltigen Baulösungen.

Bauen mit Holz ist in Deutschland ein wachsender Trend, und wir erwarten dort in den nächsten Jahren ein deutliches Volumenwachstum. Es ist wichtig zu betonen, dass wir als Hauptauftragnehmer an diesem Wachstum teilhaben möchten, indem wir sowohl im Bereich der Renovierung als auch im Neubau Komplettlösungen anbieten. So können wir einen erheblich größeren Mehrwert bieten als ein einfacher Subunternehmer, der leicht durch einen günstigeren Anbieter ersetzt werden kann“, erklärt er.

Breites Projektportfolio

Laut Väer startete Matek seine ersten Projekte in Deutschland im Jahr 2021 mit Unteraufträgen für Mehrfamilienhäusern in Hybridbauweise in Berlin. „Bis heute haben wir zusammen mit unserem Partner sechs Mehrfamilienhäuser fertiggestellt, derzeit sind das siebte und achte im Bau“, berichtet der Vertriebsleiter.

„Seit 2023 haben wir im Auftrag von Renowate GmbH, einer Tochtergesellschaft von LEG Immobilien SE, einem der größten Immobilienbesitzer Deutschlands, 15 Mehrfamilienhäuser in Nordrhein-Westfalen industriell renoviert”, so Väer. Von dort aus hat sich das Unternehmen vom Subunternehmer zum Hauptauftragnehmer entwickelt.

„Neben der Renovierung von Mehrfamilienhäusern hat Matek noch weitere Projekte in der Pipeline. So haben wir beispielsweise Anfang Mai einen Vertrag über 25 Millionen Euro für den Bau eines Gemeindezentrums mit Kindergarten und Pflegeheim in der Verwaltungsgemeinschaft Weiherhammer als Hauptauftragnehmer unterzeichnet, für den wir uns im Januar in einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt haben“, ist Väer stolz.

„Das bedeutet, dass wir in beiden Bereichen – sowohl bei der Renovierung als auch beim Neubau – von der Position eines Subunternehmers zum Hauptauftragnehmer aufgestiegen sind, wodurch wir einen viel größeren Mehrwert schaffen können, was von Anfang an das langfristige strategische Ziel des Unternehmens in Deutschland war“, bekräftigt Väer.

Ein Pilotprojekt als Vorzeigeprojekt und Visitenkarte

Im Februar dieses Jahres stellte Matek in Ludwigsfeld das erste Pilotprojekt zur Serienrenovierung in Deutschland im Rahmen einer großen Live-Show vor. An der Veranstaltung nahmen über 150 Personen teil.

„Das war für uns ein bedeutender Meilenstein“, berichtet Väer. „Da es immer weniger qualifizierte Arbeitskräfte gibt, sind vorgefertigte, unter Fabrikbedingungen hergestellte Bauteile die einzige zukunftsfähige Lösung für die Renovierung. Diese Lösung bieten wir auch als Komplettservice an.“

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Mateks renoviertes Wohnhaus in Deutschland. Foto: Claudius Pflug 

Laut Väer hat Matek auch an einem vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) finanzierten Serienrenovierungsprogramm teilgenommen, dessen Ziel es ist, alte Gebäude in energieeffiziente Wohnräume umzuwandeln.

„Unsere Holzfassadenelemente, die Dämmung, Belüftung und Verkleidung umfassen, wurden speziell für solche Renovierungen entwickelt und tragen zu einem schnellen und hochwertigen Ergebnis bei. Dieses Programm bot uns eine wertvolle Plattform, um unsere Lösungen zu testen und auf dem gesamten deutschen Markt vorzustellen“, fügt Väer hinzu.

Die Ambitionen des Unternehmens beschränken sich nicht nur auf Deutschland. „Wir werden als Hauptauftragnehmer sowohl Renovierungs- als auch Neubauprojekte in Deutschland fortsetzen. Darüber hinaus hoffen wir, dass sich in den kommenden Jahren auch der skandinavische Markt erholt, in den wir historisch gesehen am meisten exportiert haben – insbesondere nach Finnland, Schweden und Norwegen“, so Väer.

Darüber hinaus hat das Unternehmen auch Häuser nach Island geliefert und ist auf dem estnischen Markt aktiv.

Die Teilnahme an Messen trägt zur Stärkung des Netzwerks bei

Um sich auf dem deutschen Markt zu etablieren, hat Matek sowohl 2023 als auch 2025 an der BAU, der größten Baumesse Deutschlands, am Gemeinschaftsstand der estnischen Stiftung für Unternehmertum und Innovation (EIS) teilgenommen. „Die Teilnahme an der Messe war für uns äußerst wertvoll, da wir unsere bestehenden Partner zur Messe einladen konnten und für sie vor Ort präsent waren. Ein idealer Ort und Zeitpunkt für Networking“, fügt er hinzu.

Er betont auch die Bedeutung einer gründlichen Vorbereitung vor der Messe. „Vor der Messe muss man sich gut vorbereiten, denn man kann sich nicht darauf verlassen, dass zufällige Passanten die Messe besuchen. Langfristige und intensive Vorarbeit mit bestehenden Kontakten sichert Arbeit und Aufträge“, bekräftigt Väer.

Laut Väer wurden das Unternehmen beim Eintritt in den deutschen Markt und bei seiner Expansion auch von den deutschen Exportberaterinnen Tiina Kivikas und Leana Kammertöns der Stiftung für Unternehmertum und Innovation (EIS) sowie vom Wirtschaftsdiplomaten Roomet Sõrmus der estnischen Botschaft in Berlin unterstützt, mit deren Hilfe gemeinsame Veranstaltungen organisiert und Kontakte geknüpft wurden, die den langfristigen Erfolg sichern.

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Matek auf der Baumesse in Deutschland. Foto: Matek 

„Diese gemeinsamen Veranstaltungen waren sehr nützlich und wir planen, weitere durchzuführen. Wir sind überzeugt, dass durch gemeinsame Kontaktnetzwerke und Veranstaltungen ein langfristiger Erfolg in Deutschland erzielt werden kann“, glaubt Väer.

„In Deutschland spielen bei der Fabrikrenovierung auch andere Faktoren eine immer größere Rolle – vor allem die Digitalisierung, die mit modularer und serienmäßiger Bauweise einhergeht. Gerade die digitalisierten Prozesse werden bei Matek besonders geschätzt“, so Tiina Kivikas, Exportberaterin für Deutschland bei der Stiftung für Unternehmertum und Innovation (EIS).

Väer fasst abschließend eine wichtige Erkenntnis zusammen: „Der Schlüssel zu einem langfristigen und profitablen Exportgeschäft ist ein kompetentes Team – sowohl in Estland als auch im Zielmarkt. Wenn das Team richtig zusammengestellt ist, sind 80 % der Probleme bereits im Keim gelöst“, versichert Kaarel Väer, Vertriebsleiter bei Matek Asi.

GUT ZU WISSEN

  • Deutschland ist der wichtigste Exportmarkt für Matek und macht heute den größten Teil des Umsatzes des Unternehmens aus.
  • Das Unternehmen ist in Deutschland Marktführer im Bereich der industriellen Renovierung von Mehrfamilienhäusern und hat bereits 15 Gebäude als Subunternehmer und 16 Gebäude als Hauptauftragnehmer renoviert. Das bedeutet, dass Matek heute komplette Renovierungslösungen anbieten kann, angefangen bei der Planung der Gebäude bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe.
  • Matek hat an einem vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) finanzierten Serienrenovierungsprogramm teilgenommen, bei dem die Holzfassadenelemente des Unternehmens dazu beitragen, alte Betongebäude in energieeffiziente und moderne Wohnräume zu verwandeln.
  • Matek bietet auf dem deutschen Markt werkseitig gefertigte Raum- und Fassadenelemente aus Holzrahmen an, die sowohl in Neubauten als auch bei der Renovierung alter Gebäude zum Einsatz kommen. Matek ist bekanntlich das einzige Unternehmen auf dem deutschen Markt, das mit seinem Produktportfolio in der Lage ist, sowohl Dienstleistungen im Bereich der Renovierung (2D-Elemente) als auch im Neubau (3D-Module, d. h. werkseitig gefertigte Fertighaus-Mehrfamilienhäuser) anzubieten. So wird ein erheblicher Teil der erforderlichen Dienstleistungen „mit eigenen Leuten“ abgedeckt, wodurch möglichst viel Mehrwert im Unternehmen verbleibt.
  • Die Fassadenelemente des Unternehmens umfassen Dämmung, Belüftung und Außenfassaden und ermöglichen eine schnelle und hochwertige Montage ohne Gerüste. Im Durchschnitt können Mehrfamilienhäuser etwa doppelt so schnell renoviert werden wie mit herkömmlichen Renovierungsmethoden.
  • Matek hält sich an die deutschen Baunormen und verwendet in der Produktion ausschließlich Materialien, die den deutschen DIN-Normen entsprechen. Dem Unternehmen wurde von einer deutschen Zertifizierungsstelle das Ü-Zeichen ausgestellt, das die Herstellung gemäß den Marktnormen (DIN) bestätigt, und das gleich für verschiedene Holzkonstruktionen.

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